In Schweinfurt setzen Automobilhersteller und -zulieferer gemeinsam mit Forschung und Wissenschaft auf neue Wege der Kooperation

11. E-MOTIVE Expertenforum – kooperativer Wettbewerb um die besten Lösungsansätze für den Antriebsstrang der Zukunft

Der Wind weht stärker. Für Autobauer und deren Zulieferer gibt es immer mehr Optionen für den richtigen bzw. den womöglich falschen Weg. Will man hier erfolgreich sein, muss man national und international verstärkt auf Partnerschaften und Kooperationen setzen. Das E-MOTIVE Expertenforum bringt Industrie mit Forschung und Wissenschaft zusammen und unterstützt somit maßgeblich den Austausch und Wissenstransfer in einer der wichtigsten deutschen Kernindustrien.

Frankfurt/Schweinfurt, 05.09.2019: Das automobile Jahr 2019 steht im Zeichen des Wandels – egal, ob es sich dabei um die Digitalisierung, die Elektromobilität oder neue Mobilitätskonzepte dreht. Diskussionen, Austausch und der kollaborative Wettbewerb um die besten Lösungsansätze sind nötiger denn je.

Da passt es gut, wenn sich im Vorfeld der IAA 2019 Expertinnen und Experten in Schweinfurt treffen, um über den Antriebsstrang der Gegenwart und der Zukunft zu diskutieren. Kernthema des diesjährigen E-MOTIVE Expertenforums ist deshalb genau die Weiterentwicklung und Integration neuer Technologien in die Fahrzeuge, die die Mobilitätswende benötigt.

Dr. Lutz Lindemann, CTO bei Fuchs Petrolub SE, bringt es auf den Punkt: „E-Mobility ist ein disruptives Element in der technologischen Entwicklung der Mobilität. Die Veränderungen berühren und verändern gesamte Wertschöpfungsketten. Zudem sind erhebliche Anstrengungen nötig, um den neuen technologischen Herausforderungen gerecht zu werden. Interdisziplinärer Austausch und Entwicklung neuer Partnerschaften sind von größter Bedeutung, um Lösungen zu finden.“

Der Druck auf die Automobil- und Zulieferindustrie ist inzwischen enorm. Die Gesellschaft erwartet engagierte Anstrengungen von Deutschlands wichtigsten Industrien sowie Vorgaben und Unterstützung aus der Politik. Bernd Stephan, President - SKF Automotive & Aerospace, ist bereit zu liefern: „Die CO²-Ziele bis 2050 können nur mit Hilfe der Elektromobilität erreicht werden. Das ist ein echter Game Changer für die Automobilindustrie.“ Gleichzeitig verweist er auch auf die massiven Herausforderungen: „Der Umstieg auf elektrische Antriebe in Fahrzeugen hat weitreichende Konsequenzen – sowohl für OEMs als auch für die Zulieferindustrie. Die gesamte Wertschöpfungskette wird sich neu definieren müssen.“

„Passend hierzu muss die Politik die finanzielle Ausstattung der Forschungsförderung wie die Industrielle Gemeinschaftsforschung IGF verbessern, den Aufbau von Exellenzclustern für Mobilität unterstützen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen optimieren, um eine schnelle Transformation zu gewährleisten”, so Hartmut Rauen, stellv. Hauptgeschäftsführer des VDMA.

Natürlich ist das E-MOTIVE Expertenforum auch ein Raum des Diskurses, denn noch ist man sich nicht überall einig, ob die favorisierte Elektromobilität bereits der Weisheit letzter Schluss ist bzw. schon die nötige Marktreife mit sich bringt. Bert Hellwig, Head of System House E-Mobility bei der ZF Friedrichshafen AG, geht direkt in die Kontroverse: „Der Plug-in-Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von 80-100 km ist in der nächsten Dekade die ideale Ergänzung zum Batterieauto, nicht BEV oder PHEV, sondern BEV und PHEV.“ Er verweist auf die Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich konträr zur aktuellen gesellschaftlichen Diskussion um die Verschärfung von CO²-Grenzwerten verhalten. Sie kaufen verstärkt SUVs und Fahrzeuge mit Benzin verbrennenden Motoren.

Vor dem Hintergrund dieser Bandbreite an Sichtweisen auf den Antrieb der Zukunft hat die Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) gemeinsam mit der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e.V. (FVV) und dem Programmausschuss des Expertenforums ein ebenso breit gefächertes, wie tiefgehendes Programm aus Vorträgen und Sessions organisiert. Offenbar hatte man das Statement von Eckhard Hörner-Marass, Geschäftsführer der 2H.IM Executive Interim Management GmbH, bereits vorab im Kopf: „Die Schnellen schlagen die Langsamen, nicht die Großen die Kleinen.“ Denn wenn man das Programm komprimiert auf den Punkt bringen will, dann geht es in Schweinfurt um interdisziplinäre Zusammenarbeit, internationale Vernetzung sowie die Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft, um so zügig mit immer schneller werdenden und internationalen Entwicklungen Schritt zu halten. Über 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hören die Vorträge von führenden Forschungsinstituten und Spitzenreferenten aus Automobil- und Zulieferindustrie.

E-MOTIVE in Schweinfurt

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4-5 September, 2019 in Schweinfurt, Germany
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